eSport

Regionale Akteur*innen

Eine Übersicht über Firmen, Vereine und Co. aus Norddeutschland, die im eSport-Bereich aktiv sind oder diesen unterstützen. Deine Organisation ist nicht dabei? Kontaktiere uns!

Videospiele und Sport

Das wettkampfmäßige Spielen von Videospielen (elektronischer Sport bzw. eSport) ist ein Beispiel dafür, dass die Digitalisierung inzwischen alle Bereiche unseres gesellschaftlichen Lebens durchdringt. Videospiele sind das digitale Medium der Zukunft – denn auch Mannschaftssport wird nicht mehr nur analog auf dem Fußballfeld betrieben, sondern ebenso digital und online an PC oder Spielekonsole. Dass Schleswig-Holstein sich als Vorreiterland der Digitalisierung versteht, sollte auch bedeuten, dass eSport und die Entwicklung von Videospielen in unserem Land gefördert werden. Das aktuelle Engagement der Regierung zu den Themen begrüßen wir deshalb sehr und suchen hier das Gespräch.

In der Gesellschaft angekommen

Laut einer Statistik vom game-Verband der deutschen Games-Branche spielen 34,3 Mio. Menschen in Deutschland Computer- und Videospiele – Tendenz steigend. Der deutsche Markt für Computer- und Videospiele ist von 2016 auf 2017 um 15 % auf 3.346 Mio. € gewachsen, aber nur 5,4 % der Umsätze auf dem deutschen Games-Markt entfallen auf Titel aus Deutschland. Es ist wichtig, hier nicht nur auf die Entwicklung von Videospielen zu schauen, sondern das Thema „Games“ gesamtheitlich zu betrachten, weshalb wir uns ergänzend für eine Förderung von eSport einsetzen. Dadurch könnte Schleswig-Holstein auch in Sachen Gaming die Voraussetzungen erfüllen, um digital ganz vorne mit dabei zu sein.

Chancen für unser Land

Wir setzen uns aktiv dafür ein, dass die Spielebranche in SH wachsen kann. Dazu gehört auch ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Thema eSport. Vereine wie eSport Nord, die Einführung der eSport-Akademie an der FH Westküste, Events wie die Nordish Gaming Convention in Husum und sogar Festivals wie das Wacken, bei welchem zuletzt auch eSport-Matches ausgetragen wurden, bilden eine solide Basis dafür, Schleswig-Holstein zu einem Leuchtturm-Land in Sachen eSport zu machen. Dies würde unserem Land auch die Chance geben, weitere international relevante Events auszutragen und den Hochschulstandort durch fortschrittliche und attraktive Lehr- und Förderangebote zu stärken.

Verantwortungs-voller Umgang mit Medien

Insbesondere Kinder und Jugendliche investieren viel Zeit in Medien. Ob das Spielen von Videospielen, das Schauen von Online-Videos oder Aktivitäten in den sozialen Medien: Verantwortungsvoller Medienkonsum will gelernt sein. In professionellen eSport-Organisationen sind deshalb längst verwandte Themen wie Ernährung, Bewegung und Suchtprävention in den Trainingsplan integriert. Die Förderung von Medienkompetenz bereits in frühen Jahren verstehen wir als Schlüssel, um eine Sensibilisierung für derlei medienrelevante Themenfelder zu erwirken. Auch wir nehmen unsere diesbezügliche Aufklärungsarbeit ernst und plädieren für einen verantwortungsvollen Umgang mit Videospielen.

Gesundheit

Um die nötige Konzentration für Turniere aufbringen zu können, sind regelmäßige Pausenzeiten, eine gesunde Ernährung sowie ausreichend Bewegung beim kompetitiven Spielen von Videospielen unerlässlich.

Im professionellen Bereich bereits etabliert, sollte die Gesundheit der Spieler*innen bei der Einbindung von eSport in den Breitensport selbstverständlich ebenfalls oberste Priorität haben.

Mehr Infos

Suchtprävention

Die Landesregierung beschäftigt sich unter dem Stichwort „Medienunabhängigkeit“ mit dem Thema Suchtprävention und fördert Fachstellen für Mediennutzung und Medienabhängigkeit. Zu ihren Aufgaben gehört Präventionsarbeit an Schulen, in Ausbildungsmaßnahmen und in Betrieben sowie Beratung und Behandlung für Menschen mit problematischer oder abhängiger Mediennutzung.

Mehr Infos

Medienkompetenz

Durch Aktivitäten im eSport entwickeln die Spieler*innen oft ganz automatisch ein ausgeprägtes Interesse an Mediengestaltung. Sei es das Erstellen eines Logos und einer Webseite für die eigene Organisation oder ein Video-Kanal, um als Spieler*in die eigenen Fertigkeiten nach Außen sichtbar zu machen und so die Szene und Sponsor*innen von sich zu überzeugen: Mithilfe von eSport kann Medienkompetenz nachhaltig gefördert werden.

Mehr Infos

Diversität

Als kognitive Sportart bietet eSport die seltene Möglichkeit, inklusive und damit divers geprägte Mannschaften zusammenzustellen. Während Videospiele bereits gleichermaßen bei den Geschlechtern angekommen sind, ist der eSport trotzdem immer noch eine Männerdomäne. In der Einbindung von eSport in den Breitensport steckt großes Potenzial, Spieler*innen unabhängig von Alter, Geschlecht oder auch körperlichen Einschränkungen gleichberechtigt zu fördern.

Mehr Infos